Am 20. September 2026 wird in Berlin gewählt. Die Ergebnisse haben Einfluss darauf, wie sich unsere Stadt und unsere Bezirke in den kommenden fünf Jahren entwickeln. Ob es beispielsweise um den Ausbau von Radwegen, die Zukunft des Tempelhofer Feldes, das Schwammstadt-Konzept oder sozialen Wohnungsbau geht: Mit deiner Stimme kannst du mitbestimmen, welche politischen Schwerpunkte in Berlin gesetzt werden.
Was wird gewählt?
Bei der Berliner Wahl werden zwei politische Ebenen gewählt: das Abgeordnetenhaus von Berlin und die Bezirksverordnetenversammlungen (BVV).
Das Abgeordnetenhaus von Berlin ist das Landesparlament. Es entscheidet über Themen, die ganz Berlin betreffen – zum Beispiel Stadtentwicklung, Verkehr, Bildung oder Klimaschutz.
Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) ist die politische Vertretung deines Bezirks. Sie beschäftigt sich mit Themen, die vor Ort wichtig sind, etwa mit der Gestaltung öffentlicher Räume, Grünflächen oder bezirklichen Einrichtungen.
Deine Stimmen für das Abgeordnetenhaus
Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus hast du zwei Stimmen:
- Mit der Erststimme wählst du eine Person aus deinem Wahlkreis direkt.
- Mit der Zweitstimme wählst du eine Partei. Sie entscheidet maßgeblich darüber, wie viele Sitze eine Partei im Abgeordnetenhaus erhält.
Deine Stimme für die BVV
Mit deiner Stimme für die BVV entscheidest du mit, welche Parteien und Wählergemeinschaften im Bezirk vertreten sind. Je mehr Stimmen eine Partei oder Wählergemeinschaft erhält, desto mehr Sitze bekommt sie in der BVV.
Wer darf wählen?
Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus dürfen deutsche Staatsangehörige ab 16 Jahren wählen, die seit mindestens drei Monaten in Berlin wohnen.
Bei der Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) gilt ebenfalls ein Mindestalter von 16 Jahren. Hier dürfen neben deutschen Staatsangehörigen auch Bürger:innen anderer EU-Mitgliedstaaten wählen, die seit mindestens drei Monaten in Berlin wohnen.
Kurz gesagt: EU-Bürger:innen dürfen bei der BVV-Wahl mitbestimmen, aber nicht bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus.
Wie kann ich wählen?
Die Wahlbenachrichtigungen werden zwischen dem 10. und 30. August 2026 verschickt. Darauf findest du unter anderem die Angaben zu deinem Wahllokal.
Du kannst auf verschiedene Arten wählen.
Im Wahllokal:
Am 20. September 2026 kannst du in deinem angegebenen Wahllokal deine Stimmen abgeben. Dafür solltest du deinen Personalausweis oder Reisepass mitbringen.
Per Briefwahl:
Briefwahlunterlagen kannst du online, schriftlich oder auf weiteren vorgesehenen Wegen beantragen. Der Antrag kann bis zum 18. September 2026, 15 Uhr gestellt werden. Die ausgefüllten Briefwahlunterlagen müssen spätestens am 20. September um 18 Uhr beim zuständigen Bezirkswahlamt eingegangen sein. Plane für den Postversand ausreichend Zeit ein.
Du kannst außerdem direkt in einer Briefwahlstelle deines Bezirks wählen. Dort kannst du die Unterlagen erhalten, ausfüllen und direkt abgeben.
Wo kann ich mich informieren?
Es ist gar nicht so leicht zu entscheiden, was nun entsprechend den eigenen Überzeugungen die „richtige“ Wahl ist. Um eine informierte Wahl zu treffen, haben wir hier eine Liste mit Informationsmöglichkeiten angelegt, die sich sicherlich noch erweitern wird.
Veranstaltungen
- Dienstag, 1. September, BUND Berlin: Podiumsdiskussion mit Spitzenkandidat:innen zum Thema „Wie gelingt es, Wohnungsbau, Naturschutz und Klimaanpassung in Einklang zu bringen?“
- Dienstag, 1. September, Nachbarschaftshaus Rudi: Wahl-Café mit Wahlprüfsteinen zu Kiezthemen und Infos zu den Direktkandidat:innen des Wahlkreises, mit analogem Wal-O-Mat und moderierten Gesprächstischen
- Donnerstag, 10. September, Bezirkszentralbibliothek Pablo Neruda: Infoveranstaltung in leichter Sprache
Online Tools
Weiterführende Informationen
- BERLIN WÄHLT: Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV)
- „voteBerlin“ mein Bezirk, meine Wahl
- BUND Forderungen zur Abgeordnetenhaus-Wahl
Und sonst noch?
Auch auf Märkten, im Kiez oder bei Veranstaltungen wirst du in den kommenden Wochen vermutlich Informationsstände und Wahlkampfveranstaltungen verschiedener Parteien finden.
Nutze die Gelegenheit, dich zu informieren und kritisch nachzufragen: Was wollen die Kandidat:innen in deinem Bezirk verändern? Welche Lösungen schlagen sie für Themen vor, die dir wichtig sind? Und wie wollen sie ihre Ziele konkret umsetzen?