Mit Regentonnen zur Schwammstadt

Für mehr Regentonnen auf Berliner Straßen

Regentonnen als Beitrag zur Schwammstadt

Zwischen Dürreperioden und Starkregen leisten Regentonnen als Zwischenspeicher einen wichtigen Beitrag zur Schwammstadt und zur Klimaanpassung. Sie fangen Regenwasser auf und entlasten so die teils überforderte Mischwasserkanalisation, wodurch die Gewässer geschont werden. Bei Trockenheit ermöglichen sie engagierten Bürger:innen dann das Gießen von Bäumen und Stadtgrün – eine einfache Maßnahme mit großer Wirkung für Artenvielfalt, Stadtökologie und saubere Gewässer. Gleichzeitig machen sie sichtbar, wie gemeinschaftliches Handeln im öffentlichen Raum zu einer klimaresilienten, lebenswerten Stadt beiträgt.

In Berlin stehen bereits einige Regentonnen, beispielsweise vor der Fritschestraße 28 in Charlottenburg, der Graefestraße 4 in Kreuzberg und der Jane-Godall-Schule in Friedrichshain. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass es noch viele mehr werden!

Großer Regenspeicher in einem bunten Garten
Diese Regentonne kann im Umweltbildungszentrum NIRGENDWO angesehen werden.

Der Weg zur Regentonne vor dem eigenen Haus

Regentonne und Blumenkübel vor einer Hauswand
Regentonne in der Fritschestraße in Charlottenburg (Copyright: Initiative Fritschestraße)
    1. Vergewissere dich, dass dein Haus für eine Regentonne geeignet ist. Ist die Gehwegbreite ausreichend? Liegt ein Fallrohr außen am Haus? Lies dir dazu den Abschnitt „Anforderungen an eine Regentonne im öffentlichen Raum“ auf der Seite des Bezirksamts über Regentonnen durch.
    2. Tipp: Suche Verbündete. Denn wenn mehr als eine Person dahinter steht, wird den Eigentümer:innen und Genehmigungsstellen die Sorge abgeschwächt, dass das Engagement einschlafen könnte und sich niemand für die Tonne verantwortlich fühlt.
    3. Recherchiere welche Tonnengröße und -art für euch am passensten ist. Ein bewährtes Modell, das bereits mehrfach auf Berliner Straßen steht, ist diese Regensäule mit 500 oder 1000 Liter Fassungsvolumen.* Bei der Errechnung des geeigneten Fassungsvolumenskann der Zisternenrechner der Regenwasseragentur helfen. Übrigens – die Berliner Wasserbetriebe gewähren einen Rabatt von 10% auf die Niederschlagswassergebühr ab 20 Liter Volumen pro Quadratmeter Dachfläche. Schaut euch hierfür die Beispielrechnung aus Charlottenburg-Willmersdorf an. 
    4. Kläre deine Fragen, z.B. indem du das FAQ der Wassertanke liest oder uns fragst.
    5. Hole dir das Einverständnis der Hauseigentümer:innen. Hierbei kann diese Präsentation helfen, die alle wichtigen Infos zu Regentonnen zusammenfasst.
    6. Steht dein Haus unter Denkmalschutz, bitte die untere Denkmalbehörde um Zustimmung.
    7. Stelle den Antrag auf Sondernutzung beim Straßen- und Grünflächenamt deines Bezirks. Welche Unterlagen hierfür nötig sind, kann je nach Bezirk variieren. Für Friedrichshain-Kreuzberg hat das Bezirksamt alle Informationen hier zusammen gestellt.
    8. Finde eine Fachperson für die Installation des Regensammlers. Hier können Dachdecker:innen oder Klempner:innen angefragt werden. Beispielsweise Outra.studio* hat bereits Erfahrung mit der Installation von Regentonnen.

*Hinweis: Die hier erwähnten Produkte und Dienstleistungen sind keine Kaufempfehlungen, sondern lediglich Erfahrungswerte.

Am 27. Januar 2026 findet von 18:00 bis 19:30 Uhr eine kostenfreie Online-Infoveranstaltung zum Thema „Regentonnen im öffentlichen Raum – Voraussetzungen, Antrag & Pflege“ statt. Weitere Infos und das Anmeldeformular findest du hier:
https://naturerleben-xhain.berlin/infoveranstaltung-regentonnen/

Fördermöglichkeiten

Eine Regentonne in einer straßentauglichen Qualität kostet je nach Größe und Hersteller ca. 300 €. Die Gesamtkosten inkl. aller Materialien, Verwaltungsgebühr für die Sondernutzung und fachlicher Installation belaufen sich auf ca. 800 – 1.000 €.

Derzeit ist uns kein offenes Förderprogramm bekannt. Es wird jedoch seitens des Bezirksamts an einem Förderantrag gearbeitet, der es ermöglichen soll Regentonnen kostenfrei oder zumindest kostengünstiger aufzustellen. Hierfür sammeln wir bereits jetzt Interessent:innen, um sofort informieren zu können, sobald die Mittel verfügbar sind und schnell in die Umsetzung zu kommen. Trag dich gern in die Liste ein, wenn du informiert werden möchtest!

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