Die Stärkung von vielfältigen Bildungsorten im Kiez bietet eine wertvolle Möglichkeit, das Zusammenspiel formaler, non-formaler und informeller Bildungsangebote zu fördern. Damit wird eine ganzheitliche und lebensweltorientierte Bildung unterstützt, die den Bedürfnissen der Schüler:innen gerecht wird.
Kooperationen vor Ort spielen hierbei eine zentrale Rolle. Sie ermöglichen eine enge Verzahnung von schulischen und außerschulischen Angeboten im Kiez, die nicht nur Schulen entlasten, sondern auch individuellere und bedarfsorientiertere Lernmöglichkeiten schaffen. So können Schüler:innen von vielfältigen Lernwelten profitieren, die über den klassischen Schulalltag hinausgehen.
Um Schulen sowohl räumlich als auch personell zu entlasten, können Expert:innen aus verschiedenen Bereichen – wie Naturwissenschaften, Kunst, Musik oder Sport – in gemeinsamer Verantwortung mit Schulen zusammenarbeiten. Vereine, Initiativen, Museen oder engagierte Einzelpersonen können ihre Expertise einbringen, um Lernangebote zu bereichern. Diese könnten nicht nur im Kiez, sondern auch direkt im Schulalltag, etwa im Rahmen des Ganztagsbetriebs, integriert werden.
Mit einem weiten Bildungsbegriff, der auch außerschulische Einrichtungen einbezieht, schaffen wir eine Bildungslandschaft, die vielfältig, inklusiv und zukunftsfähig ist. Viele dieser grünen Lernorte lassen sich auf unserer KiezNaturKarte finden.
Zudem versuchen wir mit unserer Arbeit als bezirkliche Koordinierungsstelle für diese Verankerung im Kiez die Rolle des Ermöglichers zu erfüllen und haben in der Vergangenheit bereits viele Kooperationen mit lokalen Akteur:innen angestoßen.
„Um die Bedeutung der Natur als Lebensgrundlage für den Menschen und für das gesamte Ökosystem der Erde zu erkennen und zu verstehen, brauchen Kinder das Naturerlebnis. Dort lernen sie durch das eigene Erleben, wie stark der Mensch ein Teil der Natur ist und welche Auswirkungen das eigene Handeln hat. Eine kontinuierliche intensive Naturbegegnung und Auseinandersetzung mit Themen wie Klimawandel, Schaffung von Kreisläufen, Artenvielfalt und Ernährung kann in einem schuleigenen Garten am ehesten gewährleistet werden. Die Kompetenzen, die der Schulgarten als Lernort unterstützt, sind sehr vielfältig.“ (Schulgartenleitfaden Treptow-Köpenick, 2023)
Aus diesem Grund wollen wir ab 2026 ein bezirkliches Schulgartennetzwerk nach dem Vorbild der Bezirke Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf aufbauen. Das Netzwerk soll in Kooperation mit dem Bezirksamt und der Gartenarbeitsschule Xhain entwickelt werden und Euch als pädagogische Kräfte in den Schulen unterstützen.
Der FREI DAY als pädagogisches Konzept ermöglicht den Schüler:innen sich Zukunftskompetenzen wie Kooperatives Handeln, Verantwortungsbewusstsein, Mut und antizipatorisches Denkvermögen anzueignen. Es übersetzt das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) auf den Schulalltag und gibt den Schüler:innen den Raum sich selbstbestimmt mit Problemen unserer Zeit zu beschäftigen.
Der FREI DAY deckt vieles was wir als Koordinierungsstellen im Rahmen des Bildungsleitbildes für ein grünes und nachhaltiges Berlin umsetzen möchten ab. Aus diesem Grund unterstützen wir als Naturstadt Berlin Netzwerk die Etablierung an allen Berliner Schulen und organisieren in regelmäßigen Abständen lokale Netzwerktreffen.